Eine Brustvergrößerung mit Eigenfett, auch Brust Lipofilling oder Autoaugmentation genannt, ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem Fettzellen von einer Körperregion in eine andere verlagert werden. Dieses Verfahren wird aufgrund seines natürlicheren Ergebnisses und der geringeren Komplikationen im Vergleich zu klassischen Implantaten oft bevorzugt.
Der gesamte Ablauf besteht normalerweise aus zwei Schritten: Fettabsaugung und Brustvergrößerung. Bei der Fettabsaugung entfernt der Chirurg überschüssige Fettdepots an einer gewünschten Körperstelle, häufig an den Hüften, am Bauch oder an den Oberschenkeln. Anschließend werden die Fettzellen gereinigt und für die erneute Applikation aufbereitet.
Im zweiten Schritt werden diese Fettzellen in die Brüste der Patientin injiziert. Der Chirurg kann die Menge und Platzierung der Fettzellen genau steuern, wodurch eine sehr natürliche Brustform erreicht werden kann.
Wie jeder chirurgische Eingriff hat auch eine Brustvergrößerung mit Eigenfett ihre Vor- und Nachteile. Zu den wichtigsten Vorteilen gehören:
Eine der Fragen, die sich Frauen oft stellen, wenn sie sich für eine Brustvergrößerung mit Eigenfett entscheiden, ist, wie lange das Ergebnis anhalten wird. Die Antwort ist nicht einfach und kann abhängig von einer Reihe von Faktoren variieren, einschließlich der individuellen Körperreaktionen und des Lebensstils.
Im Laufe mehrerer Monate nach dem Eingriff kann ein Teil des übertragenen Eigenfetts wieder vom Körper absorbiert werden. Dieser Vorgang ist völlig natürlich und selbstverständlich. Wie viel Fettgewebe, nach einer Brustvergrößerung mit Eigenfett, absorbiert wird ist von einer ganzen Reihe von Faktoren beeinflusst. Die Hauptrolle spielt die konkrete Operationsmethode, die sich bei verschiedenen plastischen Chirurgen unterscheiden kann. Das Verfahren umfasst drei aufeinander folgende Schritte: Entnahme, Aufbereitung und Applikation des Fettgewebes.
Das endgültige Ergebnis der Operation hängt von der Fachkenntnis und Erfahrung des plastischen Chirurgen ab, was für jeden chirurgischen Eingriff gilt.
Für ein zufriedenstellendes Ergebnis ist selbstverständlich die Verwendung geeigneter chirurgischer Geräte notwendig. Nicht weniger wichtig ist die Art und Weise, wie das entfernte Fettgewebe anschließend verarbeitet wird (nach der Entnahme müssen die meisten wässrigen Bestandteile aus dem Fettgewebe entfernt werden, andernfalls würden diese nach der Operation schnell resorbiert werden und sich negativ auf das Ergebnis auswirken). Ebenso wird das Ergebnis auch davon beeinflusst, wie viel Fettgewebe schließlich in die Brust injiziert wird.
In der Regel bleiben etwa 60–80 % des übertragenen Eigenfetts an der angewendeten Stelle. Der größte Fettabbau erfolgt in den ersten 3-4 Monaten nach der Operation. Wenn Patientinnen nach der Operation an Gewicht verlieren, kommt es zu einem weiteren Fettabbau. Das Fett in der Brust verhält sich daher ähnlich wie an Stellen, an denen es entnommen wurde (das können Hüfte, Bauch, Oberschenkel usw. sein).
Sofern ausreichend Eigenfett an der applizierten Stelle bleibt, kann das Ergebnis der Brustvergrößerung mit Eigenfett langanhaltend und dauerhaft sein. Fettzellen, die sich erfolgreich an neues Gewebe anlagern, bleiben dort für den Rest ihres Lebens. Es ist wichtig zu beachten, dass eine Brustvergrößerung mit Eigenfett auf Gewichtsveränderungen reagiert, sodass eine deutliche Zunahme oder Abnahme des Körpergewichts die Ergebnisse beeinflussen kann.
Nach der Operation ist es wichtig, zwischen dem Abbau von übertragenem Fett und der Resorption postoperativer Schwellungen zu unterscheiden, die sich in den ersten Tagen nach der Operation auf die Brustgröße auswirken. Die Patienten sollten informiert sein und den Fettabbau nicht mit der Resorption der Schwellung verwechseln.
Auch wenn diese Art der Brustvergrößerung höchstwahrscheinlich dauerhaft ist, können im Laufe der Zeit aufgrund von Alterung, hormonellen Veränderungen, Schwangerschaft oder Stillzeit Veränderungen auftreten. In einigen Fällen benötigen Frauen möglicherweise eine zusätzliche Fetttransplantation, um ihre ideale Brustform und -größe zu erhalten.
Wie bei jedem ästhetischen Eingriff ist es wichtig, realistische Erwartungen zu haben und zu verstehen, dass die Ergebnisse verschieden sein können. Ihre konkreten Erwartungen sollten Sie vor dem Eingriff offen mit Ihrem Arzt besprechen.
Bei der Brustvergrößerung mit Eigenfett befindet sich die Patientin in Vollnarkose oder unter Analgosedierung, wobei die Patientin in einem sogenannten Dämmerschlaf ist.
Die Dauer der Operation kann je nach spezifischen Gegebenheiten variieren, einschließlich der für den Eingriff erforderlichen Fettmenge, dem allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten und der vom Chirurgen verwendeten Technik. Aber in der Regel dauert dieser Vorgang etwa zwei bis drei Stunden.
Auch wenn diese Schätzung hilfreich sein kann, ist es wichtig zu bedenken, dass jeder Eingriff einzigartig ist und die tatsächliche Dauer von einer Reihe von Faktoren beeinflusst werden kann. Auch die Erholungszeit nach der Operation kann stark variieren. Jeder chirurgische Eingriff sollte sorgfältig mit dem Arzt besprochen werden, damit die Patientin eine klare Vorstellung davon hat, was sie erwarten kann.
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